Die Einladung, der Bewerbungsmappe Aufmerksamkeit zu schenken
Ein klares, nicht überfülltes Deckblatt soll den potentiellen Arbeitgeber dazu veranlassen, die Bewerbungsmappe zu öffnen und sich möglichst bis zum Lebenslauf an dieser Bewerbung festzuhalten. Häufig wird bereits hier der Leser mit zu viel Information überhäuft, so dass ein Weiterlesen der Bewerbung eher unwahrscheinlich ist.
Das Deckblatt ist wie ein Buchcover zu werten: Es soll aussagen, wer der Verfasser ist und worum es geht. Alle weiteren Informationen erhält der Leser, wenn er das Buch aufgeschlagen hat und zu Lesen beginnt.
Wenn ein Deckblatt zu verspielt oder mit zuvielen Informationen versehen ist, erweckt es schnell beim Leser den Eindruck, dass hier von mangelnden Qualifikationen abgelenkt werden soll. Selbiges gilt, wenn hier mit zu vielen Linien und Bilderchen gearbeitet wird. Man darf nicht vergessen: es handelt sich hier um eine Bewerbung und nicht um eine Einladung zum Kindergeburtstag.
Angaben wie der Familienstand, das Geburtsdatum oder die Formulierung "Anlage: Lebenslauf" haben auf dem Deckblatt nichts zu suchen. Die persönlichen Daten stehen im tatsächlichen Lebenslauf. Das dieser der Bewerbungsmappe beiliegt ist eine Selbstverständlichkeit, da es sonst keine vollständige Bewerbung wäre.
Das Foto auf dem Deckblatt ist immer ein Originalbild. Einzige Ausnahme ist das Deckblatt einer Onlinebewerbung, da hier kein echtes Foto aufgeklebt werden kann. Die unprofessionelle Variante, das Bild mit auszudrucken entfällt schon aus dem Grund, dass das erste, wonach entschieden wird, die Mappe zu öffnen oder sie wegzulegen, das Bewerbungsbild ist. Ein ausgedrucktes Bild hat niemals die Qualität eines echten Fotos. Auch nicht, wenn Ihr Drucker in der Werbung als "Fotodrucker" bezeichnet wurde.
Ein gängiges Format für ein Bewerbungsfoto ist derzeit 9 x 6 cm. Dies klingt erst einmal groß, wenn man das Bild dann aber auf dem DIN A4 Blatt sieht, relativiert es sich wieder.
Mehr braucht auf einem Deckblatt nicht zu stehen, da es sich hier nicht um eine Kurzbewerbung handelt, bei der nur ein DIN A4 Blatt genutzt werden soll.
Wie so häufig in der Werbung gilt auch hier: weniger ist manchmal mehr!
Im kaufmännischen Bereich ist hierzu eine Bewerbungsmappe aus Pappe die Standardvariante, im Handwerk darf noch immer eine Kunststoffmappe mit Klarsichtdeckel genutzt werden.
Die Mappen- und Papierfarbe sollte mit der angestrebten Tätigkeit im Einklang stehen: pergamentfarbene Mappe mit gelbstichigen Papier für kreative Berufe, blaue Mappe mit weißem Papier für "harte" Positionen, etwa der eines Einkaufsleiters.