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Anschreibprobleme bei Füllfederhaltern beheben

Wer in der von Computertastaturen und Kugelschreibern dominierten Welt eine saubere Handschrift behalten möchte, kommt um den Einsatz eines vernünftigen Füllfederhalters nicht herum. Je nach Hersteller und Alter dieser wundervollen Schreibgeräte, kann es zu Problemen mit dem Tintenfluss kommen. Einige typische Fehlerquellen und deren Behebungen möchte ich hier vorstellen.

Jeder (Kolben-)Füllfederhalter unterliegt physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Wenn man diese kennt und beherzigt, lässt sich häufig im Handumdrehen ein Füllfederhalter wieder zur Aufnahme seiner Schreibtätigkeit überreden.

Trotz aller Sorgfalt beim Schreiben kann ich nicht für eventuelle Schäden haften, die aus diesen Beschreibungen entstehen.


Fehlerquelle 1: Eingetrocknete Tinte

Da ein Füllfederhalter eine Luftzufuhr benötigt, um die Tinte über die Feder aus dem Tintentank zu lassen, ist es nur zu verständlich, dass die Flüssigkeit der Tinte ausdünsten kann. Die Farbpartikel bleiben dann im Tank zurück und verkleben diesen und den Tintenleiter.

Abhilfe schafft das erneute Wässern des Füllfederhalters. Jüngere Füllfederhalter können komplett in ein Wasserbecken gelegt werden, ältere Füllfederhalter aus den 1950er und 1960er Jahren sollten nur mit der Feder aufrecht stehend in ein Wasserglas gestellt werden. Nach einer Wässerungszeit von 30 Minuten kann vorsichtig versucht werden, den Füller aufzuziehen. Auf keinen Fall darf hier mit grober Kraft gearbeitet werden, da die Dichtungen schnell beschädigt werden können. Der Vorgang des Wässerns kann unter Umständen auch mal mehrere Tage andauern, bis sich der Füller aufziehen lässt. Wichtig ist auch, dass nur Wasser und keine Reinigungsmittel verwendet werden, da auch diese den Dichtungen schaden können. Wenn sich der Füller aufziehen lässt, sollte das Wasser für ein paar Minuten im Tintentank verweilen, um die Farbpartikel zu lösen. Dann wird es herausgepumpt und der Füller wird erneut mit klarem Wasser befüllt. Diesen Vorgang wiederholen Sie, bis nur noch klares Wasser aus dem Füller kommt. Erst dann darf er wieder mit Tinte befüllt werden.

Fehlerquelle 2: Falscher Abstand zwischen Feder und Aufleger

Generell gilt bei hochwertigen Füllfederhaltern, dass diese ohne jeglichen Druck ihre Tinte auf das Papier abgeben. Tun sie dies nicht, kann es daran liegen, dass die Tinte nicht an die Feder übertragen wird. Dies kommt relativ häufig vor, wenn der Abstand zwischen Feder und Auflage zu groß ist und die Kapillarwirkung somit nicht mehr stattfinden kann. Wenn ein Füller Aussetzer beim Schreiben hat, sehe ich es häufig, dass der Anwender den Füller stärker aufdrückt und das Schreibergebnis damit verschlechtert, da der Abstand zwischen Feder und Auflage nun durch den Druck noch größer wird.

Um die Feder wieder näher an die Auflage zu drücken, nimmt man nun ein fusselfreies Tuch, wie etwa ein Papiertaschentuch, und legt dies auf die Feder. Nun biegt man vorsichtig mit leichter Hin- und Herbewegung die Feder an ihrer breitesten Stelle wieder auf die Auflage. Zu beachten ist, dass wir hier über 1000stel Millimeter reden. Es macht also Sinn, besonders vorsichtig und mit ganz wenig Kraft die Feder zu drücken.

Fehlerquelle 3: Das Po-Problem bei Federn

Die Kapillarwirkung kann auch durch eine Feder unterbrochen werden, deren eigentlicher Auflagepunkt an der Spitze nicht mehr exakt plan ist. Dies kommt relativ häufig vor, wenn der Füller zu stark auf das Papier gedrückt wurde. Durch den zu starken Druck öffnete sich die Feder und die Schenkel der Schreibspitze wurden auseinandergedrückt. Nun nutzte sich nicht wie gewollt die eigentliche Auflagefläche (Abb. 1) ab, sondern die Innenflächen der Spitze (Abb. 2). Es entstand eine Rundung in der Federspitze (Abb. 3). Dieser Zustand wird auch als Po-Problem bezeichnet. Die Feder funktioniert hierbei meist nur noch, wenn man beim Anschreiben einen Punkt auf das Papier setzt und dann erst den ersten Buchstaben schreibt oder wenn man noch stärker aufdrückt, was den Zustand weiter verschlechtert.

Da das Problem durch nicht plan aufliegende Federschenkel resultiert, muss zur Behebung die Feder nachgeschliffen werden. Das ist gar kein Problem, wenn man aus der Drogerie eine Nagel-Polier-Feile nimmt und hierauf kurze Schreibbewegungen ohne Druck ausführt. Dadurch wird der störende "Po" der Feder entfernt und der Füller schreibt wieder sofort bei Papierkontakt an.